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    Het Laatste Nieuws · 22. Juli 2003 · PhG (Text)

    Bleiben Sie noch lange

    Artikel, Het Laatste Nieuws, 22. Juli 2003 : « Bleiben Sie noch lange » (Roller Parade).

    Artikeltext · Übersetzung

    BRÜSSEL - König Albert, der am 9. August zehn Jahre auf dem Thron sitzen wird, hat das längste Festwochenende seines Lebens hinter sich. Am Sonntag und gestern wurden das zehnjährige Königtum und der Nationalfeiertag in der Hauptstadt ausgiebig gefeiert. Der Monarch trat in zwei Tagen nicht weniger als neunmal auf und wurde überall ebenso begeistert empfangen: vom Aperitifkonzert am Sonntagmorgen über die Motorradparade und das Gartenfest bis hin zum Te Deum und dem Konzert «Von A bis Z» gestern Abend. Sowohl einfache Bürger als auch Premierminister Verhofstadt wünschten dem König noch viele Jahre auf dem Thron: «Bleiben Sie noch lange unser König, Sire». Auch die anderen Mitglieder der königlichen Familie teilten die Festfreude. Nur die beiden jüngsten Kinder, die kleinen Prinzessinnen Elisabeth und Laetitia Maria, blieben mit dem Babysitter zu Hause. (PhG) Rede ist eine Hommage an Baudouin BRÜSSEL - In seiner Rede zum Nationalfeiertag erwies König Albert seinem vor zehn Jahren verstorbenen Bruder, König Baudouin, die Ehre. Er dankte auch Königin Fabiola und sprach den Wunsch aus, dass Baudouins Werte wie Solidarität und Toleranz uns weiterhin inspirieren mögen. «Diese Werte sind schließlich universal, wie Pfarrer Guy Gilbert während der Hochzeit von Laurent und Claire in Erinnerung rief», sagte der König. Einige Monate vor seinem Tod hielt Baudouin noch ein Plädoyer für die fundamentalen Werte unserer Zivilisation: Respekt vor der Familie, die Würde jeder Person, Solidarität, Gerechtigkeit und Toleranz. «Echtes Vorleben dieser Werte erklärt die tiefe Ergriffenheit der Bevölkerung bei seinem Ableben», sagte der König. Er wies darauf hin, dass sein Bruder ein «leidenschaftlicher Anwalt der Einheit des Landes» war. Aber eben «in voller Achtung seiner Vielfalt». Den multikulturellen Charakter Belgiens betrachtete Baudouin als «fantastischen Trumpf und Reichtum». «Die allgemeine Begeisterung über die Erfolge von Justine und Kim zeugt ebenfalls von unserer Verbundenheit», verwies der König auf unsere beiden Tennisstars. König Albert plädierte für die Erweiterung der Europäischen Union. «Baudouin war der Ansicht, dass die europäische Einigung für unseren Wohlstand und für die Förderung von Frieden, Gerechtigkeit und Solidarität in der Welt unerlässlich ist. Der jüngste Krieg im Irak und seine Folgen haben diese zwingende Notwendigkeit nochmals bestätigt.» Schließlich dankte der König allen Menschen, die ihm und der Königin anlässlich des zehnjährigen Königtums ihre Sympathie bekundeten. (PhG)

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