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    La Dernière Heure · 20. April 2003 · Alain Abraham Mlynek (Text) · ISABELLE FERRARI (Foto)

    Oma Rollschuh, Rollschuh-Diva

    Artikel, La Dernière Heure, 20. April 2003 : « Oma Rollschuh, Rollschuh-Diva » (Roller Parade).

    Artikeltext · Übersetzung

    Spagat-Interview mit Mam-Zee Denise, 68, der Königin der Skater im Bois de la Cambre BRÜSSEL ▼ Was war zuerst da, das Ei oder das Huhn? Was erschien zuerst, die Rollschuhbahn oder Mam-Zee Denise? Die Frage zu stellen heißt nicht, sie zu beantworten, so sehr gehören beide zum Erscheinungsbild des Gymnase im Bois de la Cambre. Heute gibt Frau Denise, die aus ihren 68 Jahren kein Geheimnis macht, immer noch Rollschuhunterricht für Kinder. Und während auf dem Beton Generationen aufeinanderfolgten, bleibt Mam-Zee jeden Mittwoch-, Samstag- und Sonntagnachmittag dort. Auf der Terrasse ihr Ehemann Michel, der sie seit 50 Jahren bewundert und bei einem Getränk ihre pflichtgemäßen künstlerischen Figuren verfolgt. "Das Rollschuhlaufen ist ihr ganzes Leben. Sie war die einzige in Europa, die eine Pirouette auf der Spitze des Rollschuhs machen konnte. Man muss sagen, sie ist der Merckx der Arbeit, eine echte Schuftlerin", sagt er voller Staunen zu denen am Pistenrand, die sich über diese Dame mit den bleichweißen Haaren wundern. Durch harte Arbeit erlangte diese Ikone 1949 den Titel der belgischen Meisterin und 1983 den der besten Roller-Disco-Tänzerin. Ganz zu schweigen von den vier Medaillen im klassischen Rollschuhlaufen im Laufe ihrer Karriere. Sie erlag weder den Verlockungen US-amerikanischer Manager noch der Wiener Revue (dem Äquivalent zu Holiday on Ice-Shows), die sie anfragten, begeistert davon, diese echte Zinneke zu entdecken, die mit Anmut zu ihren eigenen Choreografien skatete. So erzählt sie, während sie hier auf ihrem Cambre-Beton bleibt, gerne von einer ihrer schönsten Erinnerungen. Und Michel beeilt sich hinzuzufügen: "Es war 1983: ihr Auftritt im Studio 6 der RTB in der Sendung Chansons à la carte vor dem Humoristen Edouard Caillau, Adamo und Annie Cordy. Alle waren von ihren Leistungen verblüfft." Und Frau Denise fügt hinzu: "Aber das Schicksal wollte, dass ich in Belgien bleibe. Und das Leben hat mir Rollschuhe statt Füße gegeben. Der einzige schwere Sturz, den ich je hatte, war übrigens, als ich in Straßenschuhen ging und von einem Hund umgeworfen wurde. Seitdem fühle ich mich nur auf meinem Beton wohl." Und Michel sagt: "Und vor ihrem geliebten Publikum!" Die Roller Parade aus der Ferne Da sie sich nur auf dieser Rollschuhbahn im Bois de la Cambre wohlfühlt, wird Mam-Zee Denise nicht an den Roller Parades dieses Sommers teilnehmen, aber ab dem ersten Freitag im Juli die zahlreichen Anhänger ihres Königssports anfeuern. In ihrem Alter möchte sie auf Straßen und Alleen, die für sie nicht glatt und ebenmäßig genug sind, kein Risiko eingehen. Aber eines ist sicher: Sie hält sich bereit, auf Wunsch die derzeit rekrutierten Rollercops auszubilden. Und warum nicht die folgenden Generationen...

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