Het Nieuwsblad · 11. Juli 2003 · door Dieter HERREGODTS (Text) · FOTO LIEVEN VAN ASSCHE (Foto)
Artikel, Het Nieuwsblad, 11. Juli 2003 : « Eher spärlicher Andrang bei der ersten Ausgabe der Genter Roller Parade Alles läuft wie am Schnürchen » (Roller Parade).
Artikeltext · Übersetzung
Die Inlineskater, die am Mittwochabend an der ersten Ausgabe der Genter Roller Parade teilnahmen, haben einen neuen Rekord aufgestellt. In einer Stunde und zwanzig Minuten - Pause inbegriffen - spulten sie die sechzehn Kilometer lange Strecke durch die Genter Innenstadt ab.
Kein Rekord war die Teilnehmerzahl. Sie blieb bei spärlichen zweihundert stecken. „Natürlich hatten wir etwas mehr erwartet, aber eine solche Roller Parade muss wachsen“, sagt Organisator Laurent Winnock. „Schließlich veranstalten wir jede Woche eine Fahrt durch Gent. In Brüssel erreichen wir manchmal bis zu 3.000 Teilnehmer.“ Zum ersten Mal in diesem Sommer blieben die Mitarbeiter des Roten Kreuzes, die hinter dem Zug herfuhren, beschäftigungslos. Selbst die steile Abfahrt der Sint-Pietersnieuwstraat wurde ohne große Hindernisse bewältigt.
Geert Venneman
„Werbung für das Inlineskaten“
„Eigentlich bin ich eher ein 20-Kilometer-Läufer, aber für eine Roller Parade schnalle ich mir auch gerne mal die Inlineskates an“, sagt Geert Venneman (49) aus Gentbrugge.
Seit einigen Jahren gehört er der Inlineskating-Gruppe Skate for Fun an. „Früher nahmen wir auf unseren Skates immer am Jogging rund um den Blaarmeersen teil, aber das wurde vor zwei Jahren abgeschafft. Jeden Sonntag skate ich meine fünfzehn Kilometer entlang des Scheldedeichs. Wenn das Wetter gut ist, zumindest. Das ist übrigens ein ideales Training für meine Winteraktivitäten als Langstreckeneisschnellläufer. So eine Roller Parade ist mal etwas anderes. Es ist eine sehr schöne Strecke, man fährt in der Gruppe und es herrscht eine tolle Stimmung. Außerdem machen wir auf diese Weise Werbung für das Inlineskaten.“ (DIH)
Annemie Van de Casteele
„Man muss nur bremsen können“
„Normalerweise nehme ich jede Woche in Brüssel teil. Letzten Freitag konnte ich nicht, deshalb bin ich heute in Gent.“ Als Anfängerin kann man Annemie Van de Casteele aus Deinze keineswegs bezeichnen. Sie ist ein Stammgast bei der Roller Parade.
„In Brüssel herrscht richtig Stimmung mit manchmal 3.000 Teilnehmern. Wenn es etwas dunkel wird, macht es am meisten Spaß. In einer Stadt zwischen all den Lichtern zu skaten, hat etwas Besonderes. Und wirklich schwer ist es nicht. Man muss nur bremsen können.“
Annemie blickt sich einmal gut um. „Was allerdings auffällt, ist, dass vor allem die etwas ältere Generation den Inlineskates treu bleibt. Jugendliche nutzen hauptsächlich Skateboards.“
(DIH)
Nick und Sven Agneessens
„Stadt ist mal etwas anderes“
„Am Freitag waren wir auch in Brüssel dabei. Hier wird es wohl etwas schneller gehen. Die Gruppe ist viel kleiner“, wissen die Zwillingsbrüder Nick und Sven Agneessens (12) aus Brüssel. Sie sind zusammen mit ihrem Vater nach Gent gereist.
„Inlineskaten ist bei vielen unserer Freunde beliebt, aber sie gehen oft in Skateparks, um auf den Rampen Stunts zu machen. Wir machen lieber lange Touren. Und in der Stadt ist es mal etwas anderes. Die Straßen sind oft besser und es ist nicht immer dasselbe. Es gibt oft steile Abschnitte.“ (DIH)