Aldo Gigli

    Aldo Gigli · Mitbegründer des Mirano Continental · Bühnenbildner und Grafiker

    Lichtpanel & Impro-Liga

    Das Lichtpanel, 1982

    Anfang der 1980er Jahre, um 1982, wurde die Bühne des Mirano Continental mit einem großen Lichtpanel ausgestattet, das Olivier Gossens-Bara entworfen hatte: eine Wand aus Hunderten von Lichtpunkten, die an- und ausgingen. Damals gab es keine LED-Panels, keine Flachbildschirme, keine Plasmafernseher; diese Wand aus Glühbirnen war eine Meisterleistung.

    Auf diesem Panel bewegten sich die Motive. Aldo Gigli entwarf die ersten Animationsmodelle dafür, Punkt für Punkt auf Millimeterpapier gezeichnet, in seinem Büro im ersten Stock der Chaussée de Louvain, dem Haus direkt neben dem Mirano, in dem die Kommunikationsagentur der Clubbesitzer Paul Sterck und Marco Rolland untergebracht war. Jedes angekreuzte Kästchen stand für eine Lampe: Die Zeichnung wurde zum Programm.

    Unter diesen Modellen eine Möwe, deren Flügel auf und ab schlagen. Aldo verbrachte lange Stunden damit, diese kleinen Animationen Bild für Bild zu erstellen, bevor sie über der Tanzfläche blinkten. Die in diesem Kapitel gezeigte Animation ist eine digitale Rekonstruktion nach seiner Archivzeichnung, unterlegt mit einem originalen, lizenzfreien Disco-Track.

    Die animierte Möwe, Rekonstruktion 2026
    Animierte Rekonstruktion nach dem von Aldo Gigli auf Millimeterpapier gezeichneten Animatik-Modell: eine Möwe, deren Flügel Punkt für Punkt auf und ab schlagen, wie sie um 1982 auf dem von Olivier Gossens-Bara entworfenen Lichtpanel des Mirano Continental erschien, hier zu einem originalen, lizenzfreien Disco-Track.
    Schwarz-Weiß-Foto, Querformat. Draufsicht auf ein Spiel der belgischen Improvisationsliga im Mirano Continental: drei Darsteller in gestreiften Schiedsrichtertrikots auf der beleuchteten zentralen Bahn, von allen vier Seiten umgeben von etwa 500 Zuschauern, die ihre Stimmkarten schwenken, in einer wahren Hexenkessel-Atmosphäre.Mirano Continental, ab 1986. Privatsammlung.

    IMPRO, SEHR, LEIDENSCHAFTLICH... BIS ZUM WAHSINN

    Das Panel diente noch lange nach seinen ersten Motiven. Ab 1986 zog die belgische Improvisationsliga, 1984 nach einer Tournee der Québecer LNI gegründet, ins Mirano Continental und spielte dort über zehn Jahre lang ihre Matches. Auf der Bahn: zwei Teams von Spielern in Trikots, ein gestreifter Schiedsrichter, ein Coach und rund 500 Zuschauer, die mit Karten abstimmen, in einer wahren Hexenkessel-Atmosphäre. Bruno Bulté, Tänzer im Mirano, war einer ihrer Coaches; die Liga wurde damals, wie Carl De Moncharline sich erinnert, von Pierre-André Itin geleitet.

    Für diese Abende zeigte das Lichtpanel zwei klatschende Hände, ebenfalls Punkt für Punkt gezeichnet, um die Reaktion des Saals zu wecken. Die zweite Animation dieses Kapitels ist eine Rekonstruktion davon, im selben grafischen Geist wie die Möwe.

    Die klatschenden Hände, Rekonstruktion 2026
    Animierte Rekonstruktion im Geist des Lichtpanels des Mirano Continental: zwei klatschende Hände, Punkt für Punkt in bernsteinfarbenen Glühbirnen gezeichnet. Dieses Motiv begleitete ab 1986 die Spiele der belgischen Improvisationsliga im Mirano und forderte den Applaus des Publikums.
    Das Konzept der Improvisationsmatches erklärt
    Flash-Sendung der belgischen Improvisationsliga: das Matchkonzept erklärt, zwei Spielerteams, ein Schiedsrichter, ein Coach und ein Publikum, das mit Karten abstimmt.Video, veröffentlicht auf YouTube vom Kanal La Ligue d'Impro.Quelle: YouTube, La Ligue d'Impro →
    La Libre Belgique, 12 November 1992: “The magic of the ephemeral celebrates its anniversary”
    Press cutting. A ten-year review of the Belgian improvisation league with Eric De Staercke and Jean-Marie Cuvelier: some 200,000 spectators gathered at the Mirano Continental and the Cirque royal, one hundred and twenty professional actors and around 2,500 themes played since 1984.Article by Olivier Mouton, photo Th. Rogé. La Libre Belgique. Date given by the archive: 12 November 1992. Full transcript available in the Press section.
    Press, 1992: “Brussels, capital of improvisation - Impro, a lot, passionately... madly”
    Press cutting. A feature on ten years of improvisation in Brussels: the first matches at the Halles de Schaerbeek, the annual championship set up by Alain Stevens and Jonathan Fox and played every Sunday in spring at the Mirano in Saint-Josse, the hockey-style refereeing of a match, and the rise of actors such as Eric De Staercke and Bernard Cogniaux.Unidentified newspaper, 1992. Full transcript available in the Press section.